Nomie vs Logie
2024
Mit diesem Werk möchte ich auf die Privatisierung und den Handel von Wasser aufmerksam machen.
Das Werk besteht aus zwei Figuren, einem Handwagen mit Wasser und einem bepflanzten Betonsockel.
Gießt man die Pflanzen, so läuft das überflüssige Wasser durch ein Rohr in die mit eingegossene Kanalisation.
Eine Figur sitzt mit entspannter, lässiger Körperhaltung zwischen den Pflanzen. Sie hat nur eine kurze Hose an, sieht sehr abgemagert aus und hat tiefe Falten im Gesicht, denn sie ist uralt und doch ziemlich fit.
Sie stellt die Ökologie dar und streckt ihren Mittelfinger der anderen Figur entgegen.
Diese steht auf der Straße und hat einen goldenen Anzug an. Die Ärmel hat sie hochgekrempelt, denn durch den Klimawandel ist es in den Städten sehr warm geworden. Auf dem Kopf thront ein Fernseher. Dieser zeigt das Wichtigste im “Leben” dieser Figur.
Ein Index mit exponentiellem Verlauf.
An der Börse ist derjenige am erfolgreichsten, der am schnellsten ist und die Zukunft am genauesten vorhersagen kann. In unserem digitalen Zeitalter entscheiden Millisekunden über Verlust oder Gewinn beim Handel mit Wertpapieren. Es ist nur eine Frage der Zeit bis eine Künstliche Intelligenz diese Aufgabe besser erledigen kann als ein Mensch.
Mit einem Kartenlesegerät in der Hand streckt sie den Arm zur Ökologie, um ihr Wasser zu verkaufen. Umringt von Beton der Stadt ist sie abhängig von Wasser, welches jedoch immer knapper wird.
Denn, die Grundwasserpegel fallen immer weiter, dies spiegelt sich auch an der Spachtelmasse des Betonsockel wider.
Und wenn eine Ressource weniger verfügbar ist als die Nachfrage nach ihr, so steigt ihr Marktwert.
Behauptet zumindest die Figur Ökonomie.
Doch auch wenn es nicht so scheint, weiß die Ökologie, dass sie stärker ist als jede Stadt, jedes Land und jedes Wirtschaftssystem. Denn ein grenzenloses ökonomisches System kann auf einem begrenzten ökologischen System wie dem Planet Erde nicht bestehen.